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Dänische Südsee - Augustenborg, Faaborg und retoure

Die letzte skandinavische Segelwoche verbrachte ich mit meinen beiden Kindern Johannes und Kathrin in der Region um den Kleinen Belt:

Nach einem Besuch der Bucht bei Dyvig segelten wir - wie oben bereits angekündigt - ebenfalls zum schönen Städtchen Faaborg am südlichen Ende der Insel Fünen. Nicht nur dass schon die Anfahrt vorbei an einigen Untiefen und zu beachtenden Fahrwassergrenzen spannend ist, auch die Innenstadt Faaborgs ist angesichts der vielen blumigen Perspektiven sehr schön anzuschauen.

Der gelbe Kirchturm "Faaborg Klokketärn" ist nicht nur Ansteuerpunkt für ankommende Seefahrer, er ist ein ständiger Blickfang und Orientierungshilfe, wenn man im Städtchen unterwegs ist. Die Investition von 20 Kronen für einen Aufstieg bis hoch in den Glockenturm wird belohnt durch einen einmaligen Ausblick auf die Stadt und den Hafen sowie das Umland. Interessant auch der Glockenstuhl, die Uhr und die Glockenorgel.

Dieses Wahrzeichen von Faaborg muss man sich angeschaut haben. Der Eintritt ist für den Erhalt des sehenswerten Bauwerks bestimmt, der sehenswerte Glockenstuhl macht zu jeder vollen Stunde einen ungeheuren Radau und die Aussicht über die 7.100 Einwohner zählende Stadt ist herrlich. In der Innenstadt bieten zahlreiche Geschäfte, Cafes und Restaurants viele Möglichkeiten sich mit Bekleidung, Accessoires oder kulinarischen Köstlichkeiten zu versorgen, die schönen alten und gut gepflegten Gebäude sorgen dabei immer wieder für eine unvergleichliche Atmosphäre; pulsierend, trotzdem nicht hektisch.

Ja, Faaborg gehört für mich zu den Highlights in Dänemark, obwohl ich mich eher zu den Naturliebhabern zähle und größeren Siedlungen nur selten wirklich etwas abgewinnen kann. Ach ja, die besten Burger gibt es in der Nähe des Hafens im Restaurant "Det Hvide Pakhus". Essengehen ist in Dänemark nicht wirklich günstig, aber es gibt immer einen angemessenen Gegenwert. Abgesehen von einem Spisehuset in Sonderborg, wo es teuer und bestenfalls mäßig war, konnten wir immer zufrieden sein mit dem was auf den Tisch kam, sowohl von der Menge als auch von der Qualität.

Es grünt und blüht, kein Wunder, denn das Klima ist mild, nicht heiß. Die engen Gassen mit den Pflastersteinen, den Stockrosen und den kleinen Häusern mit den Sprossenfenstern schaffen eine heimelige und gemütliche Atmosphäre, die ihres Gleiche sucht. „Hyggelig“ wie die Dänen sagen.

Es gibt immer wieder Orte, die man auf Reisen besucht und die es einem recht schnell angetan haben, die einen bezaubern, die unter die Haut gehen, Faaborg ist so einer. Klein aber fein, alt doch nicht altbacken, lebendig obwohl antik. Ich werde wieder kommen, das ist sicher.

Die letzte große Stadt, die wir besuchten, war Aabenraa (zu deutsch Abenrade). Der Hafen neben einem Industriegebiet und der 4 spurigen Ortszufahrt ist kein wirkliches Highlight, der Stadtkern aber bietet mit einer recht langen sehr schön gestalteten Fußgängerzone Einkaufs- und Verköstigungsmöglichkeiten.

Die Lage Aabenraas ist ideal für einen Schlag Richtung Osten nach Lyo oder Faaborg, nach Norden in die malerische Enge zwischen dem Festland und Ost-Fünen oder aber zurück nach Augustenborg zum Ausgangs- und auch Zielhafen meiner drei Segelwochen im Norden.

Dänemark wird in Zukunft eines der Hauptziele meiner Törns bleiben. Auch wenn ich die Mittelmeerküste Italiens sehr schätze, so bietet unser nördliches Nachbarland für Segler ein ideales Revier. Ich liebe es.